"Wunschdiagnosen"  Zwischen Selbstbild und Befund
 

In meinem Gespräch mit dem ORF habe ich darüber gesprochen, dass immer mehr Menschen bereits mit einer Selbstdiagnose – häufig angeregt durch soziale Medien – in die Praxis kommen. Das zeigt ein gestiegenes Bewusstsein für psychische Gesundheit, bringt jedoch auch verkürzte Darstellungen komplexer Störungsbilder mit sich. Eine fundierte Diagnostik ist kein Bestätigungsprozess, sondern ein sorgfältiger, wissenschaftlich strukturierter Weg zur Klärung. Sie umfasst ausführliche Gespräche, standardisierte Testverfahren und eine differenzierte Abklärung möglicher Ursachen.
 Nicht immer bestätigt sich eine vermutete Diagnose. Die erlebten Belastungen sind dennoch ernst zu nehmen. Ziel meiner Arbeit ist eine ergebnisoffene, transparente Diagnostik, die Klarheit schafft und eine tragfähige Grundlage für weitere Schritte bietet.


„Alles in Ordnung“ – ADHS, Reizreduktion und Struktur im Wohnraum
Februar 2026
Im Magazin Schaufenster der Tageszeitung Die Presse erschien im Februar 2026 ein Interview mit mir zum Thema ADHS im Erwachsenenalter und Wohnumgebung.
Als Klinische und Gesundheitspsychologin in Wien mit Schwerpunkt ADHS-Diagnostik und ADHS-Therapie spreche ich im Beitrag darüber, wie Reizüberflutung entsteht, warum Menschen mit ADHS besonders sensibel auf visuelle und akustische Reize reagieren und wie strukturierte Raumgestaltung zur psychischen Entlastung beitragen kann.
Der Artikel verbindet psychologische Expertise mit konkreten Alltagsempfehlungen für mehr Ordnung, Klarheit und Selbstregulation bei ADHS.